CNC-Fräsmachine für eine Yachtwerft

 

In den Jahren 1992 bis 1994 hat eine Arbeitsgruppe (Arno Rosenboom, Peter Lovis (†) und Udo Hübner) an unserem Institut unter meiner Leitung eine CNC-Fräsmaschine für die Yachtwerft Gillhaus und Schmidt in Varel entwickelt, die zur automatisierten Herstellung von Schiffbeplankungen und der Inneneinrichtung dienen sollte.

Unterstützt wurden wir von Prof. Dr. Georg Koschnick von der FH Emden und Peter Schmidt fertigte die mechanischen Komponenten.

Dieses Projekt wurde vom Wirtschaftsministerium des Landes Niedersachsen gefördert.

Der Verfahrweg betrug 5000 x 2300 x 350 mm. Der wassergekühlte Spindelmotor leistete 7,5 kW und konnte bis 24.000 U/min drehen. Die Aufspannung des Materials erfolgte durch Unterdruck.

Dazu entwickelten wir eine Software, dies es ermöglichte, passgenaue Möbel für den Innenausbau von Yachten herzustellen. Wir verwendeten dazu AutoCAD. Diese Software war im damaligen Enwicklungstand eigentlich nicht geeignet, solche Berechnungen im dreidimensionalen Raum durchzuführen.

Leider ging die Yachtwerft später in Konkurs. Die CNC-Fräse wurde an Tabbert- Wohnwagen verkauft und dort von uns mit neuer Software ausgestattet. Peter Schmidt wurde als Werkstattmeister an die Universität geholt.

Das obere Bild zeigt die Maschine im im Bau. Auf dem Bild darunter kann man sehen, dass die Fräse ihr eigenes Bett fräst.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Firma AUTODESK war von unseren Arbeiten so begeistert, dass sie uns auf der CeBIT 1993 einen eigenen Stand zur Verfügung stellte, damit wir unser Projekt vorstellen konnten.

Beide Bilder sind damalige Bildschirmfotos.

Das untere Bild zeigt eine Simulation des Messestandes, der auch auf der CeBIT ausgestellt wurde.